Vom grauen Kapitalmarkt zum geschlossenen Investmentvermoegen

Mit der gesetzlichen Regulierung aus dem Jahr 2013 wurde aus „Geschlossenenen Fonds“, die jahrzehntelang dem „grauen Kapitalmarkt“ zugerechnet wurden, das voll regulierte Finanzinstrument: „Geschlossene Investmentvermögen“.

40.000 Vermittler geschlossener Investmentvermögen

In seiner Kolumne auf cash-online.de resümiert Manfred Brenneisen, dass sich die Anzahl der Vermittler für geschlossene Investmentvermögen im Verhältnis zu den Vermittlern geschlossener Fonds deutlich reduziert hat. Er vermutet, dass einige Vermittler den enormen administrativen Aufwand, die Dokumentationspflichten, die Notwendigkeit einer Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung und die jährliche Wirtschaftsprüfung nicht mehr tragen wollen oder können. Im neu eingeführten Register sind rund 40.000 Vermittler gelistet.

Diese Entwicklung führe zugleich zu mehr Qualität der Kapitalanlagevermittlung.

„Die verbleibenden Vermittler und Berater als freie Makler mit einer Erlaubnis nach Paragraf 34 d und f GewO stellen sich bewusst den Herausforderungen und sind bereits gut vorbereitet beziehungsweise entsprechend qualifiziert. Der Kunde von heute erwartet zu Recht eine faire, umfassende und vor allem unabhängige Beratung.“

Durch die Regulierung sei es zugleich zu einem faireren Wettbewerb zwischen den verschiedenen Anbietern geschlossener Investmentvermögen gekommen, denn alle Vermittler unterliegen den gleichen gesetzlichen Verpflichtungen und Regulierungen.

„Es spielt mittlerweile keine Rolle mehr, ob der Kunde zu einer Bank, Sparkasse oder zu einem freien Berater geht, um beispielsweise eine geschlossene Investment-KG zu zeichnen. Insofern hat auch hier eine Harmonisierung der verschiedenen Vertriebswege mit einer Angleichung der regulatorischen Verhältnisse und Beratungspflichten stattgefunden.“

Damit freie Vermittler nunmehr „auf Augenhöhe“ mit Banken und Sparkassen handeln können, müssen sich bestimmte Bedingungen erfüllen:

Nur wer eine Erlaubnis nach Paragraf 34 f Abs. 1 GewO besitzt, darf künftig offene oder geschlossene Investmentvermögen beziehungsweise die sonstigen Vermögensanlagen vermitteln. Dafür müssen Vermittler einen Qualifikationsnachweis und den Abschluss einer Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung nachweisen.

Die damit nachgewiesene Kompetenz der Vermittler biete Investoren vor allem im Privatkundenbereich bessere Vergleichbarkeit der Kapitalmarktprodukte und zugleich mehr Sicherheit für ihre Anlageentscheidung.

Quelle: cash-online.de, 30.01.2014

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