Erneuerbare-Energien-Gesetz nicht verfassungswidrig

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat der umstrittenen Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für nicht verfassungswidrig erklärt.

Erneuerbare-Energien-Gesetz nicht verfassungswidrig

Das EEG sei nicht verfassungswidrig, urteilten die Richter des BGH in Karlsruhe (Az VIII ZR 169/13).

Ein mittelständisches Textilunternehmens hatte gegen die Umlage geklagt und dies damit begründet, dass es sich bei der EEG-Umlage um eine verfassungswidrige Sonderabgabe handele.

Demgegenüber stellten die Richter klar: Charakteristisch für eine Sonderabgabe sei, dass die öffentliche Hand von ihr profitiere oder zumindest Einfluss auf die Gelder nehmen könne. Das wäre aber bei der EEG-Umlage nicht der Fall.

„Sämtliche Geldmittel, die durch das EEG 2012 geschaffen und gesteuert würden, bewegten sich ausschließlich zwischen juristischen Personen des Privatrechts“.

Quelle: FOCUS-MONEY online, 14.07.2014

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Sechs Prozent mehr Energieverbrauch aus Biomasse 2013

Aufgrund des kühlen und sonnenarmen Wetters stieg im Jahr 2013 der Energieverbrauch in Deutschland weiter an. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen berechnete, dass der Gesamtverbrauch um 2,5 Prozent auf 474,5 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (SKE) wuchs.

Energieverbrauch 2012

Die Importquote der deutschen Energieversorgung liegt damit bei 71 Prozent. Den stärksten prozentualen Zuwachs im Primärenergieverbrauch gab es mit 6,4 Prozent beim Erdgas, hauptsächlich für Raumwärme (rund plus zwölf Prozent).

Der Steinkohlenverbrauch nahm 2013 um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.

In der Energiebilanz sank dagegen der Beitrag der Kernenergie um 2,2 Prozent.

Auch der Verbrauch an Erneuerbaren Energie stieg um 4,7 Prozent oder knapp
55 Millionen Tonnen SKE. Damit vergrößerte sich auch der Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch.

Den stärksten Zuwachs verzeichnete dabei Photovoltaik mit einem Plus von 14 Prozent, gefolgt von Biomasse (6,0 Prozent) und Windkraft (5,4 Prozent).

Quelle: ERFOLG – Neues aus der Wirtschaft, 4/2014

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Mit Energiegewinnung aus Biogasanlagen in Zukunft Geld verdienen?

Wer in Biogasanlagen investiert, die vor den Stichtagen ans Netz gingen oder genehmigt wurden, kann noch von hohen staatlichen Einnahmegarantien profitieren.

Bestandschutz für Biogasanlagen

Mit dem Entwurf für die Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) will die Regierung im Bereich der Biomasse die größten Kosteneinsparungen erreichen. Dafür werden der Zubau an Biogasanlagen begrenzt und Boni gestrichen.

Die Neuregelungen soll grundsätzlich für Anlagen gelten, die

  • nach dem 1. August 2014 in Betrieb genommen worden sind, oder zumindest
  • vor dem 23. Januar 2014 genehmigt oder zugelassen worden.
Biogasanlagen 2013
Quelle: BMELV Basisdaten Bioenergie Deutschland 2013

Die Brutto-Zubaugrenze für Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Biomasse soll nicht mehr als 100 Megawatt installierter Leistung mit etwa 4.000 Vollaststunden pro Jahr betragen.

Anlagenerweiterungen und Flexibilisierungen zählen nicht dazu.

Bezahlt werden die einzelnen Bemessungsleistungen für Strom aus Biomasse folgendermaßen:

  •     bis 150 Kilowatt (kW): 13,66 Cent/kWh
  •     bis zu 500 kW: 11,78 Cent/kWh
  •     bis einschließlich fünf Megawatt (MW): 10,55 Cent/kWh
  •     bis einschließlich 20 MW: 5,85 Cent/kWh.

Die Boni für nachwachsende Rohstoffe und „ökologisch wertvolle Einsatzstoffe“ will die Regierung streichen. Eine zusätzliche Förderung beispielsweise für den Einsatz von Energiepflanzen wie Mais wird nicht mehr gewährt. Die Sonderfördertatbestände für Bioabfallanlagen und kleine Gülleanlagen bleiben erhalten.

Die garantierte Einspeisevergütung will die Bundesregierung auch künftig für 20 Jahre zahlen.

Wie stehen Ihre Kandidaten zur „Erneuerbare Energie Wende jetzt!“ (Kandidatencheck)

Inwieweit sich bei diesen Regelungen auch künftig noch Investitionen in Neuanlagen lohnen? Auf der Webseite Süddeutsche.de hieß es dazu kurz und knapp: „Ende des Booms – EEG macht Biogas unrentabel“:

„Viele lobten die Änderungen, aber Wissenschaftler aus dem Bioenergie-Bereich hatten protestiert, weil die Kürzungen viele Erfolge zunichte machten: Wo keine Anlagen mehr gebaut werden, bringt der technische Fortschritt nichts, dabei können neue Anlagen flexibler Strom einspeisen als alte und damit das System entlasten. Auch die Biogas-Länder Bayern und Thüringen kämpften gegen den Radikalschnitt und setzten durch, dass er nur für Neuanlagen gelten soll, alte Anlagen dürfen auch künftig erweitert und modernisiert werden.“ (SZ vom 17.04.2014)

Der Fachverband Biogas sieht gar ernste Gefahren für bestehende Biogasanlagen: Geschäftsführer Dr. Stefan Rauh rechnet bezogen auf den Bestand von rund 7.800 Biogasanlagen damit, dass über 1.000 Biogasanlagen in Deutschland durch den aktuellen Kabinettsentwurf in ihrer Existenz bedroht sind (siehe biogas.org, 23.04.2014).

Wer jedoch die verbleibenden Wochen nutzt, in die wenigen verbliebenen Anlagen zu investieren, die noch vor den oben genannten Stichtagen ans Netzt gingen oder genehmigt wurden, der kann auch noch weitgehend

  • vom Bestandschutz hoher staatlicher Einnahmegarantien profitieren,
  • für Energie unabhängig von Sonne und Wind sorgen und
  • helfen, Arbeitsplätze zu erhalten.

Die Zeit läuft …

Für alle, die noch von Biogas profitieren wollen – gleich mehr Informationen anfordern:

 

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Geschlossene Fonds verkaufen oder zurückgeben – geht das?

Fonds verkaufen oder zurückgeben? – Wer sich in den vergangenen Jahren an einem Geschlossenen Fonds – jetzt Investmentvermögen – beteiligte, hat vielleicht schon nach dieser Möglichkeiten gesucht.

Statt Fonds verkaufen, Widerrufsbelehrung prüfen

Fonds verkaufenEinige Anleger haben in der Vergangenheit ihre Beteiligung an geschlossenen Fonds – beispielsweise Schiffsfonds oder Immobilienfonds – kreditfinanziert. Wenn die derzeitigen Ausschüttungen nicht einmal die Kreditraten decken, was dann?

Anleger, die gerade davon betroffen sind, haben vielleicht schon öfter überlegt: Kann ich den Fonds verkaufen? Eine schlecht laufende Beteiligung beitet jedoch kaum eine Chance dafür.

Mit einer Rückgabe des Fonds, sieht es vielleicht noch schlechter aus, weil der Initiator das nicht will oder kann.

Gerade ein Kreditfinanzierung ihres Fonds kann sich für diese Anleger jetzt als Rettungsmöglichkeit herausstellen – und zwar selbst dann, wenn mögliche Schadensersatzansprüche bereits verjährt sein sollten.

So ist das Bankhauses Wölbern, das Darlehen zur Finanzierung geschlossener Beteiligungen an Anleger vergab, damit konfrontiert, dass viele Verträge eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung enthielten.

„Eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung setzt den Lauf der generell zweiwöchigen Widerrufsfrist nicht in Gang“, schreibt Rechtsanwalt Hartmut Göddecke auf anwalt.de. Dadurch haben Betroffene oft noch nach vielen Jahren die Möglichkeit, den Vertrag zu widerrufen. Wenn Kreditverträge und der Fondsanteilserwerb Verbundgeschäfte sind, umfasst der Widerruf der Kreditverträge ebenfalls die Fondszeichnung.

Die Anleger erhalten bei Widerruf ihre bereits geleisteten Darlehensraten zurück, das Bankhaus erhält im Gegenzug den Fondsanteil.

Quelle: anwalt.de, 03.04.2014

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Mit Biogas ökologisch nachhaltige Landwirtschaft

Mit Biogas ökologisch nachhaltige Landwirtschaft? – Ja, das ist möglich! Vielfältige Energiepflanzen auf dem Acker sind ökologisch sinnvoll. Dabei bietet insbesondere die Verarbeitung zu Biogas beste Chancen. Das geht aus einem Hintergrundpapier der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hervor.

Biobauern erzeugen Biogas ökologisch

Die AEE betont in ihrem Papier die Vorreiterrolle der Biobauern, die in den frühen Jahren die Biogasbranche geprägt haben. Bei einem durch die erneuerbaren Energien geprägten System fänden Biogas und Ökolandbau wieder zueinander.

Derzeit gibt es bundesweit rund 180 Biogasanlagen, die von Betrieben des ökologischen Landbaus betrieben werden. Weitere über 7.500 Anlagen bestehen in der konventionellen Landwirtschaft. Bei diesen werden vor allem Gülle und Mist (43 Prozent) sowie Maissilage (39 Prozent) eingesetzt.

Die Ökolandwirte nutzen für ihre Biogasanlagen mit 55 Prozent deutlich mehr Gülle und Mist, gefolgt von Kleegras beziehungsweise Grassilage (21 Prozent). Der Anteil von Maissilage liegt bei nur etwa 17 Prozent.

Zu den Vorzügen der Biogaserzeugung gehört die Bereitstellung von „Regelenergie“. Regelenergie gleicht das witterungsabhängige Angebot von Wind- und Solarstrom aus. Um diese Ausgleichsfunktion in einer systemrelevanten Größe erfüllen zu können, werde Biogas aus Rest- und Abfallstoffen ebenso wie aus Energiepflanzen benötigt, heißt es in dem AEE-Papier. Der Energiepflanzenanbau wird künftig verstärkt Alternativen zum
Mais erschließen.

Biogas im Ökolandbau

Hier kann der Ökolandbau mit seinen nachhaltigen Anbaumethoden Impulse
geben. So lassen sich die Erfahrungen der Ökobauern bei der Nutzung von Zwischenfrüchten und Untersaaten nutzen, um die Bodenfruchtbarkeit zu fördern und eine innerbetriebliche Kreislaufwirtschaft nachhaltig zu gestalten. Der Ökolandbau ist mit seinen Fruchtfolgen seit jeher ausgerichtet auf den Erhalt und Aufbau von Humus und Bodengesundheit. Praxisbeispiele zeigen, dass sich durch die Verwendung von Gärresten aus der Biogasanlage als organischem Dünger die Erträge im Ackerbau um 20 Prozent steigern lassen.

Die Einsatzmöglichkeiten von Biogas im Strom-, Wärme- und Verkehrssektor lassen es gerechtfertigt erscheinen, Biogas als das Multitalent der Energiewende zu bezeichen, betont die AEE. Mit dem bestehenden Erdgasnetz als Speicher biete Biomethan, also aufbereitetes Biogas, zudem eine günstige und praxistaugliche Möglichkeit zur Speicherung Erneuerbarer Energien.

Quelle: Erfolg – Neues aus der Wirtschaft, 03/2014

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Höhere Strompreise ab 1. März oder 1. April

Für viele deutsche Verbraucher steigen 2014 die Strompreise weiter. Das Vergleichsportal Check24 berichtet, dass 37 Grundversorger zum 1. März oder 1. April an der Preisschraube drehen.



Vattenfall erhöht Strompreise im Grundtarif

Rund 40 Prozent der deutschen Verbraucher haben einen Grundtarif. Vattenfall wird die Grundtarife für seine Kunden in Hamburg und Berlin um 4,1 beziehungsweise 2,5 Prozent erhöhen. Für eine Familie mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 5.000 Kilowattstunden (kWh) führt das in Hamburg zu jährlichen Mehrausgaben von knapp 60 Euro, in Berlin von 37 Euro. Spitzenreiter bei den Preistreibern sind die Stadtwerke Unna mit einem Plus von 9,7 Prozent im Grundtarif. Im Schnitt müssen die Verbraucher bei einem angenommenen Jahresverbrauch von 5.000 kWh rund 54 Euro im Jahr zusätzlich zahlen.

Bereits zum Jahreswechsel 2014 hatten über 340 Versorger ihre Tarife angehoben. Damit steigen die Stromkosten durchschnittlich um 3,4 Prozent. Zu Beginn des Vorjahres hatten sogar 740 Stromversorger ihre Preise um im Schnitt 12,1 Prozent erhöht.

Fest steht: Die Strompreise steigen weiter – oder sehen Sie das anders?

Quelle: Erfolg – Neues aus der Wirtschaft, 03/2014

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Grauer Kapitalmarkt ist der Normalfall

Regulierung des „Grauen Kapitalmarkts“, AIFM-Richtlinie, KAGB – wieviel sicherer können Anleger jetzt investieren?

Mit dem Brüsseler Regulierungswahn im Rücken wurde die AIFM-Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt. Seit Sommer 2013 gibt es erste Erfahrungen mit dem KAGB. Wie die BaFin derzeit den „Grauen Kapitalmarkt“ und die davor zu schützenden Anleger sieht, geht aus einem aktuellen Beitrag im BaFinJournal 3/2014 hervor.

Grauer Kapitalmarkt ist der Normalfall

„Die Existenz eines legalen Grauen Kapitalmarkts ist an sich kein regulatorischer Missstand, sondern Ausdruck der Grundsätze von Gewerbefreiheit und Privatautonomie. Der Graue Kapitalmarkt stellt den Normalfall unserer Wirtschaftordnung dar – anders als der Weiße Kapitalmarkt, der durch ein präventives Verbot mit Erlaubnisvorbehalt gekennzeichnet ist…

Unabhängig davon, wie die weitere Regulierung des Grauen Kapitalmarktes ausfallen wird, an der die Bundesregierung derzeit feilt: Staatliche Regulierung und Eigenverantwortung des Anlegers müssen weiterhin in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Der Anleger darf auch zukünftig nicht aus den Augen verlieren, dass er sich in ein Marktsegment begibt, in dem er die Freiheit genießt, aber auch in der Verantwortung steht, eine Investitionsentscheidung zu treffen, die seiner persönlichen Risikobereitschaft und seinen Anlagezielen entspricht.“

Empfehlungen für Anleger

Wohl schon mit diesem Verständnis wird in dem Zusammenhang gleich noch auf das „Wort zum Neuen Jahr“ das BaFin-Präsidentin Dr. Elke König verwiesen.

„BaFin-Präsidentin Dr. Elke König hat Anlegern in ihrer Rede zum Neujahrspresseempfang vier Empfehlungen mit auf den Weg gegeben, die ihnen helfen sollen, eine vernünftige Anlageentscheidung zu treffen:

  1. Es gibt einen Zusammenhang zwischen versprochener Rendite und Risiko.
  2. Die Anbieter an den Finanzmärkten – egal ob beaufsichtigt oder nicht – sind keine Wohltäter und müssen es auch nicht sein.
  3. Man sollte nur in Produkte investieren, die man versteht, und eine gesunde Skepsis an den Tag legen.
  4. In Anlageentscheidungen sollte man mindestens so viel Zeit investieren wie in die Anschaffung eines Smartphones.“

Dr. Tilman Welther, Herausgeber des „fondstelegramms“ kommentiert die BaFin-Verlautbarung mit den Worten:

„Der Graumarkt als Normalfall? Was zunächst wie eine Bankrotterklärung der Bafin klingt, zeugt von einer wohltuend vernünftigen Einsicht in die Grenzen der Regulierung.“

Quellen: fondstelegramm, 14/12; BaFinJournal, Ausgabe März 2014

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Anleger wollen Sicherheit und bevorzugen Sachwertanlagen

Anleger wollen Sicherheit und bevorzugen Sachwertanlagen. Das ist das Ergebnis der jährlichen Umfrage des Beteiligungsportals dima24.de. Ziel der Umfrage war herauszufinden, welche Fonds und Beteiligungssegmente private Anleger für ihre Geldanlage in geschlossene Investmentvermögen derzeit bevorzugen und worauf sie besonders achten.

Wichtige Auswahlkriterien für Sachwertanlagen

Auf welche Auswahlkriterien achten die Teilnehmer der Umfrage als Anleger besonders, wenn Sie Sachwertanlagen wählen? Ganz besondere Aufmerksamkeit widmen sie bei geschlossenen Investmentvermögen

  • transparenten Kosten (95 Prozent),
  • stabilen Einnahmen (91 Prozent),
  • regelmäßige Informationen zum Fondsverlauf (87 Prozent),
  • einem attraktiven Rendite-Risiko-Profil (87 Prozent),
  • einem hoher Eigenkapitalanteil (78 Prozent) sowie
  • einem namhafter Initiator (78 Prozent).

Darüber hinaus schätzen 69 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage eine kurze Laufzeit und zu 64 Prozent die Möglichkeit eines vorzeitigen Ausstiegs aus dem Fonds – beispielsweise bei persönlichen Notfällen.

Anleger wollen Sicherheit für ihr Geld

An der Online-Umfrage beteiligten sich nach Auskunft von dima24.de insgesamt 542 private Investoren. Eindeutig geht daraus hervor: Diese Anleger suchen Anlage-Alternativen zu wenig rentierlichen Geldanlagen, um ihr Vermögen zu sichern und bevorzugen bewährte Assets:

  • Immobilienfonds mit deutschen Objekten (69 Prozent),
  • Rohstofffonds (63 Prozent),
  • Infrastruktur (54 Prozent),
  • Umweltfonds und Erneuerbaren Energien (53 Prozent),
  • Containern oder Lokomotiven (41 Prozent),
  • Flugzeugen und Triebwerken (30 Prozent),
  • Schiffe (15 Prozent).

Besonders gefragt sind derzeit Fonds mit Immobilien in deutschen Metropolen wie Berlin und München. Trotz des Preissturzes bleibt auch Gold eine gefragte Anlage.

Das die Teilnehmer der Umfrage über eine recht große Erfahrung verfügen, belegen auch ihre bisherigen Investments. 30 Prozent haben bereits mehr als 100.000 Euro in Sachwertbeteiligungen investiert. 65 Prozent der Teilnehmer haben bisher in mindestens vier geschlossene Investmentfonds Geld angelegt, 40 Prozent sogar mehr als sieben Fonds. Nur 11 Prozent haben bislang noch keinen Fonds im Portfolio.

Quelle: dima24.de, 18.02.2014

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Ölmarkt im Umbruch – Mehr Chancen für nachhaltig orientierte Anleger

Der amerikanische Ölmarkt befindet sich im Umbruch. Nach dem Frackingboom folgt Ernüchterung. Nachhaltig orientierte Anleger sehen die Ölmarktentwicklung im konventionellen Bereich wieder optimistischer.

Öl- und Gaspreiseentwicklung nützt nachaltig orientierten Anlegern

Die Kapitalinvestitionen in US-Beteiligungen an risikoreichen Schiefergas- und Schiefervorkommen betrugen 2013 nur noch 3,4 Milliarden Dollar. Im Vorjahr waren die Investitionen mehr als doppelt so hoch, 2011 betrugen sie sogar das zehnfache – meldete die Süddeutsche Zeitung am 09. Januar 2014.

Nach Analysen des amerikanische Beratungsunternehmen IHS Herold, auf das sich die Autorin des Artikels bezieht, gaben die Förderunternehmen seit 2008 insgesamt mehr Geld für Land, Ausrüstung und Förderung aus, als sie mit dem Verkauf von Schiefergas und -öl eingenommen haben.

„Fließt jedoch weniger Kapital in die nordamerikanischen Gasfelder, wird auch weniger gebohrt und produziert. Damit sinkt das Angebot – und das könnte der Ära der billigen Energie ein jähes Ende setzen.“

Das sieht auch der Physiker Werner Zittel, Vorstand der unabhängigen Ludwig-Bölkow-Stiftung, so.

„Wenn sich in der Branche nicht genügend Geld verdienen lässt, platzt die Blase und Energie wird rasch teurer … Ich wäre nicht erstaunt, wenn das noch in diesem Jahr geschehen würde. Der Traum von der billigen Energie könnte schneller ausgeträumt sein, als viele glauben“.

Die Preise am Ölmarkt und Gasmarkt in Nordamerika entwickeln sich derzeit gegenläufig. Der Ölpreis tendiert über 100 US-Dollar pro Barrel. Damit liegt er deutlich höher als im Durchschnitt des ersten Halbjahres 2013. Der Preis für Natural Gas liegt dagegen immer noch unter 4 Dollar pro mcf.

Die Gründe für den außerordentlich hohen Ölpreis sehen Experten vor allem in der politischen Instabilität in der arabischen Welt. Dazu kommen nach Meldungen von n-tv zunehmend Engpässe im Öltransport, weil die Ölvorkommen logistisch nur unzureichend erschlossen werden können.

Dagegen wird der Gaspreis in Nordamerika noch immer durch die Überkapazitäten und vollen Lager aus der sogenannten Shale-Gas-Produktion gedrückt. Dennoch stiegen die Gaspreise in den USA in den letzten beiden Jahren insgesamt um rund 150 Prozent.

Nach allgemeiner Expertenmeinung ist auch nach Abbau der Überkapazitäten ein Preisanstieg zu erwarten.

Quelle: sueddeutsche.de, 09.01.2014

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Alte Argumente zur Energiewende und zur EEG-Reform

„Die Energiewende wurde nach Fukushima nicht stärker gefördert, wie immer behauptet wird, sondern insgesamt mehr gebremst.“

Energiewende begann lange vor Fukushima

Hermann Schrag, Autor eines Leserbriefes im Donaukurier vom 02. Februar mit dem Titel „Eine fachliche Klarstellung“ setzt sich mit einer Reihe von Argumenten gegen die Erneuerbaren Energien und die aktuelle Bundespolitik zur „Energiewende“ auseinander.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz gab es schon vor der Katastrophe von Fukushima. Doch anstatt danach den Atomstrom verstärkt durch erneuerbare Energien zu ersetzen, wurde nach den Worten des Leserbriefschreibers vor allem Kohlestrom wieder gefördert (siehe auch…). Die Förderung erneuerbarer Energien wurde dagegen insgesamt reduziert. Lediglich in dem einzigen Bereich der Offshore-Windkraft im Meer wurde erneuerbare Energie verstärkt gefördert. Denn bei diesen Anlagen wird für die gleiche Strommenge ein erheblich höherer Preis gezahlt als für Sonnenenergie und Windkraft in Süddeutschland.

„Dabei führt die Verlagerung der Stromerzeugung in die verbrauchsschwachen Gebiete am Rand des Landes zu einem höheren Bedarf an Fernleitungen, was die Anwohner der Trassen verständlicherweise nicht freut.“

Die Energiewende in den politischen und medialen Absichterklärungen bedeutete praktisch gerade eine Abkehr von den erneuerbaren Energien.

Doch er kritisiert nicht nur, sondern unterbreitet auch Vorschläge für eine effizientere Förderung und Nutzung erneuerbarer Energien. Sie sollten allen Bürgern Mut machen, die sich nach wie vor für eine alternative Energiegewinnung einsetzen und diese mit ihren eigenen Einkünften und mit ihrem eigenen Vermögen fördern. Denn es sind vor allem die Privathaushalte, die die Kosten für die EEG-Förderung tragen.

Energiewende für die Haushalte - steigende EEG-Umlage

Dem entgegen steht aus Sicht des Autors die aktuelle Bundespolitik, wie sie in den Vorschlägen Sigmar Gabriels zum Tragen kommen soll:

„Hannelore Kraft und Sigmar Gabriel setzen sich ungeniert für die Interessen ihrer heimatlichen ‚Kohleländer‘ und Küstenländer ein, auch Angela Merkel startete die überhöhte Förderung der Küsten-Windkraft. Vielleicht setzt sich durch die Zusammenarbeit von Bayern und Baden-Württemberg auch in der Staatsregierung die Erkenntnis durch, dass die südlichen Bundesländer besonders vom Ausbau der Sonnenenergie, aber auch (an menschenverträglichen Standorten) von Wind und Biomasse profitieren.“

Quelle: donaukurier.de, 02.02.2014

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