Ölfeldoptimierung – nur mit riskantem Fracking

Ölfeldoptimierung mittels „Fracking“* – eine (gar nicht so neue) Erdöl- und Erdgasfördermethode gilt fast schon als Allheilmittel für den aktuellen Wirtschaftsboom in den USA.

Ölfeldoptimierung – nur mit riskantem Fracking?

„‚Billiges Erdgas ist das Elixier, der Saft, das Viagra, das die USA wieder in die stärkste Industriemacht unserer Tage verwandelt‘, jubelt ein amerikanischer Branchenvertreter im Wirtschaftsblatt ‚Fortune'“,

ist im SPIEGEL vom 28.01.2013 zu lesen.

In Deutschland und einer Reihe anderer Länder ist diese Methode der Öl- und Gasfeldoptimierung stark umstritten. Ein Gesetzesvorschlag von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler und Bundesumweltministe Peter Altmaier sorgt für Unmut und Widerstand in verschiedenen Bundesländern. (Siehe auch  „Schwarz-gelbe Gesetzesvorlage: Länder stellen sich gegen Fracking-Pläne der Koalition“).

Doch es gibt auch andere Methoden zur Ölfeldoptimierung … das Beispiel Joffre. Im Video wird erläutert, mit welchen Maßnahmen eine hohe Ölausbeute zugunsten der Anleger erreicht wird, die an einem POC-Ölfonds beteiligt sind.

Ölfeldoptimierung ohne Fracking

Das Ölgebiet Joffre liegt nahe der Stadt Red Deer in Zentral-Alberta (siehe Video).

Die Ölfeldoptimierung der POC Growth-Fonds-Produktlinie erfolgt hier vor allem durch eine Kombination von „Infill-Drillings„, dem Niederbringen neuer, meist horizontaler Bohrungen zwischen bereits produzierenden Quellen und einem „Waterflooding„. Dabei wird das Wasser, das bei der Förderung von Öl in großen Mengen anfällt, über sogenannte „Injector Wells“ in die ölführende Schicht zurückgepumpt. Aufgrund dieses Drucks wird die Ölproduktion konstant gehalten.

Im Fördergebiet Joffre wird hochwertiges, schwefelarmes Öl (light sweet crude oil) mit einem nahezu optimalen Dichtegrad (API-Grad) gewonnen. Für derart hochwertiges Öl ist der Abnahmepreis viel höher als für qualitativ schlechteres Öl, dessen Aufbereitung mit höheren Kosten verbunden ist.

In den umliegenden Öl-Pools wurden durch den Einsatz von Horizontalbohrungen bereits 50 Prozent der nach heutigem technischen Stand förderbaren Reserven erschlossen (oil in place). Im Joffre-Pool sind es dagegen bisher nur 29 Prozent. Hier gibt es also noch große Reserven zur Ölfeldoptimierung, ehe der gleiche Ausschöpfungsgrad erreicht ist.

Die Bohrungen werden von einer der führenden Engineering-Companies ausgeführt, die weltweit über 450 moderne Drilling Rigs einsetzt. Nach 1.840 Metern wird die Bohrung auf fast 400 Meter gekrümmt und dann in ca. 2.200 m vertikal über eine Länge von ca. 1.400 m horizontal durch die ölführende Schicht weitergeführt. So ist eine möglichst effektive Ausschöpfung der Öl-Pools zu erreichen.

Anleger, die nicht nur auf eine hohe Rendite achten, sondern denen auch umweltschonende Beteiligungen an geschlossenen Fonds wichtig sind, sollten also die Angebote an Erdölfonds auch nach den Aussagen zur Ölfeldoptimierung prüfen.

*NachtragSpiegel online, 12.03.2014, Oklahoma: Abwasser verursacht heftiges Erdbeben

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