Ökostrom – was will die Regierung?

„Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat sich für einen maßvollen Ausbau der Energie aus Biomasse ausgesprochen. ‚Biomasse ist besonders vielseitig und nicht von schwankenden Winden und Sonneneinstrahlung abhängig‘, sagte Friedrich der in Düsseldorf erscheinenden ‚Rheinischen Post‘ vom Donnerstag. Kombiniert mit entsprechenden Speichermöglichkeiten könne Biogas sogar zu beitragen, Stromschwankungen auszugleichen, fügte der Minister hinzu.“

Quelle: WELT, 16.01.2014

„Bundeswirtschaftsminister Gabriel will die Förderung des Ökostroms mit einer Reform für das Erneuerbare-Energien-Gesetz recht deutlich senken. Windräder, Solar- und Anlagen, die Strom aus Biogas erzeugen sollen ab 2015 im Schnitt mit nur noch zwölf Cent je Kilowattstunde gefördert werden. Bislang sind es 17 Cent. “

Quelle: mdr.de, 18.01.2014

Soll das die „Strompreisbremse“ sein?

Die EEG-Umlage seit 2000

Betreiber von Ökostrom-Anlagen haben über 20 Jahre Anspruch auf einen garantierten Preis für den von ihnen eingespeisten Strom. Das ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt.

Dafür muss die Differenz zwischen dem am Markt erzielbaren und den für die Ökostrom-Produzenten nötigen Strompreis ausgleichen werden. Das geschieht übder die sogenannte EEG-Umlage, die die Stromkunden zahlen – bis auf Unternehmen, die viel Strom brauchen und im internationalen Wettbewerb deshalb einen Nachteil haben. – So war es zumindest vom Gesetzgeber vorgesehen.

Im Jahr 2000 betrug die EEG-Umlage 0,41 Cent pro Kilowattstunde. Bis 2014 ist sie auf jetzt 6,24 Cent angehoben worden. Für einen Haushalt mit 3.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch verursacht das zusätzlichen Kosten von mehr als 200 Euro.

Fachverband Biogas hofft dennoch auf Ökostrom-Zukunft

Auf der Jahrestagung des Fachverbandes für Biogas gab es eine hitzige Diskussion um die Zukunft der Biogasbranche.

Der Präsident des Fachverbandes, Horst Seide, ist überzeugt: „‚Mit Biogas kann man nach wie vor Geld verdienen.‘ Über den Erfolg bestimme aber nicht nur die Politik, die die Rahmenbedingungen festlege, sondern in erster Linie der Betreiber selbst. Das sei schließlich bei anderen Betriebszweigen in der Landwirtschaft nicht viel anders.“

Quelle: topagraronline, 18.01.2014

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