Geschlossene Fonds verkaufen oder zurückgeben – geht das?

Fonds verkaufen oder zurückgeben? – Wer sich in den vergangenen Jahren an einem Geschlossenen Fonds – jetzt Investmentvermögen – beteiligte, hat vielleicht schon nach dieser Möglichkeiten gesucht.

Statt Fonds verkaufen, Widerrufsbelehrung prüfen

Fonds verkaufenEinige Anleger haben in der Vergangenheit ihre Beteiligung an geschlossenen Fonds – beispielsweise Schiffsfonds oder Immobilienfonds – kreditfinanziert. Wenn die derzeitigen Ausschüttungen nicht einmal die Kreditraten decken, was dann?

Anleger, die gerade davon betroffen sind, haben vielleicht schon öfter überlegt: Kann ich den Fonds verkaufen? Eine schlecht laufende Beteiligung beitet jedoch kaum eine Chance dafür.

Mit einer Rückgabe des Fonds, sieht es vielleicht noch schlechter aus, weil der Initiator das nicht will oder kann.

Gerade ein Kreditfinanzierung ihres Fonds kann sich für diese Anleger jetzt als Rettungsmöglichkeit herausstellen – und zwar selbst dann, wenn mögliche Schadensersatzansprüche bereits verjährt sein sollten.

So ist das Bankhauses Wölbern, das Darlehen zur Finanzierung geschlossener Beteiligungen an Anleger vergab, damit konfrontiert, dass viele Verträge eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung enthielten.

„Eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung setzt den Lauf der generell zweiwöchigen Widerrufsfrist nicht in Gang“, schreibt Rechtsanwalt Hartmut Göddecke auf anwalt.de. Dadurch haben Betroffene oft noch nach vielen Jahren die Möglichkeit, den Vertrag zu widerrufen. Wenn Kreditverträge und der Fondsanteilserwerb Verbundgeschäfte sind, umfasst der Widerruf der Kreditverträge ebenfalls die Fondszeichnung.

Die Anleger erhalten bei Widerruf ihre bereits geleisteten Darlehensraten zurück, das Bankhaus erhält im Gegenzug den Fondsanteil.

Quelle: anwalt.de, 03.04.2014

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