Erdöl – das Ende des Fracking-Geschäfts

Die Förderung von Erdöl mit Fracking spekulativ und riskant. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren einer neuen Studie der Energy Watch Group (EWG). Sie untersuchten die Folgen von Fracking in den USA und sehen das Ende des Fracking-Booms auch dank besserer Alternativen.

Erdöl und Erdgas - Was ist Fracking?

Energy Watch Group: Franking ist spekulativ und riskant

Die Energy Watch Group hat eine Studie in Auftrag gegeben, um Folgen der Förderung von Erdöl und Erdgas mittels Fracking zu untersuchen und Alternativen aufzuzeigen:

„Die Erfahrungen aus den USA zeigen, dass der dortige kurzfristige Erfolg nur mit hohen Kollateralschäden erkauft wurde. New York hat im letzten Jahr ein Förderverbot erlassen … Auch Frankreich hat Fracking per Gesetz verboten, in einigen anderen EU-Staaten herrscht ein Moratorium. Warum sollte man in Deutschland diese Risiken eingehen, wo die energie- und klimapolitische Debatte ohnehin andere Massnahmen erfordert.“

Dies erklärte Dr. Werner Zittel,  Autor der Studie und Vorstand der Ludwig-Bölkow-Stiftung.

Finanzielle Entwertung der Erdöl- und Gasreserven

Die Fracking-Branche verursacht enorme Umweltzerstörungen, verbraucht große Grundwasser-Ressourcen und ist mit dem grossflächigen Abbau von Sand verbunden. Trotz des Booms der letzten Jahre wird die Verschuldung der Unternehmen aus der Fracking-Branche immer offensichtlicher.

Seit Herbst 2014 sind die Preise für Erdöl im freien Fall. Die  Öl- und Gasreserven werden finanziellen entwertet. Durch diese Entwicklung geraten viele Unternehmen der Branche in finanzielle Schwierigkeiten. Massenentlassungen sowie Insolvenzen nehmen zu.

Erdölfonds kaufen – künftig wieder mehr Chancen

Durch den Preisverfall geriet auch die konventionelle Erdölförderung in finanzielle Schwierigkeiten. Die Kosten wurden in vielen Fördergebieten immer weniger durch die Verkaufserlöse gedeckt.

Kapitalanleger, die sich in Zeiten hoher Erdöl- und Erdgaspreise an Erdölfonds oder Erdgasfonds beteiligten, mussten zusehen, wie auch ihre finanziellen Quellen versiegten. Der Preiskampf nahm dramatisch zu.

Die Investoren sind sich durch den Preisverfall schmerzhaft der Tatsache bewusst geworden, dass es sich um spekulative Investitionen handelt – mit großen Chancen bei einer langfristigen Investition, aber auch mit Risiken bei starken kurzfristigen Preisschwankungen.

Geschlossene Fonds in alternativen Energien können wieder attraktiver werden

Bei steigenden Energiepreisen und anhaltender Markteinführung alternativer, erneuerbarer Energietechniken werden diese zunehmend attraktiv für Investoren. Zudem ist deren Investitions- und Ertragssituation wesentlich stabiler kalkulierbar.

Wind- und Solarstrom, Strom und Wärme auch Biogas werden  wesentlich kostengünstiger.

„Es ist völlig unverständlich, dass immer noch zu Lasten von Umweltschutz und gegen den Willen der betroffenen Bevölkerung eine Regierungspolitik für das Fracking von Brüssel über London bis nach Berlin dominiert und damit gleichzeitig den Ausbau der erneuerbaren Energien immer weiter unter Druck setzt. Die Energiegewinnung aus Wind- und Solarkraft ist heute schon wesentlich kostengünstiger als die Stromerzeugung aus Fracking-Gaskraftwerken“,

Das sagt Hans-Josef Fell, Intitiator und Präsident der Energy Watch Group.

Quelle: ee-news.ch, 23.05.2015

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