Alte Argumente zur Energiewende und zur EEG-Reform

„Die Energiewende wurde nach Fukushima nicht stärker gefördert, wie immer behauptet wird, sondern insgesamt mehr gebremst.“

Energiewende begann lange vor Fukushima

Hermann Schrag, Autor eines Leserbriefes im Donaukurier vom 02. Februar mit dem Titel „Eine fachliche Klarstellung“ setzt sich mit einer Reihe von Argumenten gegen die Erneuerbaren Energien und die aktuelle Bundespolitik zur „Energiewende“ auseinander.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz gab es schon vor der Katastrophe von Fukushima. Doch anstatt danach den Atomstrom verstärkt durch erneuerbare Energien zu ersetzen, wurde nach den Worten des Leserbriefschreibers vor allem Kohlestrom wieder gefördert (siehe auch…). Die Förderung erneuerbarer Energien wurde dagegen insgesamt reduziert. Lediglich in dem einzigen Bereich der Offshore-Windkraft im Meer wurde erneuerbare Energie verstärkt gefördert. Denn bei diesen Anlagen wird für die gleiche Strommenge ein erheblich höherer Preis gezahlt als für Sonnenenergie und Windkraft in Süddeutschland.

„Dabei führt die Verlagerung der Stromerzeugung in die verbrauchsschwachen Gebiete am Rand des Landes zu einem höheren Bedarf an Fernleitungen, was die Anwohner der Trassen verständlicherweise nicht freut.“

Die Energiewende in den politischen und medialen Absichterklärungen bedeutete praktisch gerade eine Abkehr von den erneuerbaren Energien.

Doch er kritisiert nicht nur, sondern unterbreitet auch Vorschläge für eine effizientere Förderung und Nutzung erneuerbarer Energien. Sie sollten allen Bürgern Mut machen, die sich nach wie vor für eine alternative Energiegewinnung einsetzen und diese mit ihren eigenen Einkünften und mit ihrem eigenen Vermögen fördern. Denn es sind vor allem die Privathaushalte, die die Kosten für die EEG-Förderung tragen.

Energiewende für die Haushalte - steigende EEG-Umlage

Dem entgegen steht aus Sicht des Autors die aktuelle Bundespolitik, wie sie in den Vorschlägen Sigmar Gabriels zum Tragen kommen soll:

„Hannelore Kraft und Sigmar Gabriel setzen sich ungeniert für die Interessen ihrer heimatlichen ‚Kohleländer‘ und Küstenländer ein, auch Angela Merkel startete die überhöhte Förderung der Küsten-Windkraft. Vielleicht setzt sich durch die Zusammenarbeit von Bayern und Baden-Württemberg auch in der Staatsregierung die Erkenntnis durch, dass die südlichen Bundesländer besonders vom Ausbau der Sonnenenergie, aber auch (an menschenverträglichen Standorten) von Wind und Biomasse profitieren.“

Quelle: donaukurier.de, 02.02.2014

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