Flugzeugfonds 2016 – Zwischenbilanz


QR-CodeIn 68 geschlossene Flugzeugfonds sind zu Beginn des Jahres 2016 rund 2,9 Milliarden Euro Eigenkapital investiert. Insgesamt haben die Fonds eine gute Performance. Deshalb sind sie eine prüfenswerte Anlagealternative.

Flugzeugfonds 2016 – Bilanz und Perspektive

A380 Flugzeugfonds
Foto: Hans-Dieter Buchmann/pixelio.de

Seit 2006 investierten Kapitalanleger wieder verstärkt in Flugzeugfonds. Investitionsobjekte waren Regionalflieger, Mittelstrecken- und Langstreckenmaschinen mehrerer Hersteller. Die Investoren konnten aus ganz unterschiedlichen Anlagekonzepten wählen, die bisher mit wenigen Ausnahmen aufgegangen sind, wie eine Übersicht in der Fondszeitung 1/2016 zeigt.

In deutschen Publikumsfonds waren vor allem Flugzeuge des Typs A380 begehrt. Das Emissionshaus Dr. Peters hat sogar den ersten für den kommerziellen Betrieb ausgelieferten A380 über einen Fonds finanziert.

Wie sind die Investition bisher für die Kapitalanleger verlaufen?

  • Die meisten Flugzeugfonds liegen wirtschaftlich im Plan.
  • Planabweichungen waren zumeist aufgrund von Zins- und Wechselkursänderungen entstanden. (Bei noch nicht ausgelieferten Maschinen werden die Leasing- und Finanzierungskonditionen erst mit Übernahme, also nach der Prospektherausgabe fixiert.)
  • Verbleibende Risiken können aus Wechselkursen, insbesondere bei der Anschlussvermietung, gegebenenfalls bei der Anschlussfinanzierung und beim Verkauf der Flugzeuge folgen.

Der Anlageerfolg in der ersten Vermietungsphase hängt sehr von der Wirtschaftskraft des Leasingnehmers, also der Fluggesellschaft ab. Gesellschaften wie Emirates, Singapore Airlines oder Air France wählen diese Art der Flugzeugfinanzierung ergänzend zur Eigenkapitalfinanzierung. Es fällt auf, dass in der Investmentübersicht nur zwei deutsche Mieter auftauchen: die krisengeschüttelte Air Berlin und das Logistikunternehmen Aero Logic, ein Joint Venture der Lufthansa Cargo und der Deutschen Post.

Der Fondsinitiator DCM wurde nach einer Übernahme 2012 insolvent und Anfang 2014 von der LHI so konsolidiert, dass zunächst blockierte Auszahlungen an die Anleger weitgehend nachgeholt werden konnten.

Größere Schwierigkeiten hatten Anleger von Lloyd Fonds, Wölbern Invest, HGA Capital und Wealthcap, deren Flugzeuge an die kleine Fluglinie Hamburg International vermietet waren und die 2010 Insolvenz anmeldete. Auch Wölbern Invest selbst geriet 2013 in die Insolvenz. Noch wissen die Anleger nicht, was aus ihrem Investment letztlich wird.

Ungeachtet desses sind wirtschaftliche Probleme infolge eines Airline-Ausfalls bislang die Ausnahme in den platzierten Flugzeugfonds. Auch die Eigenkapitalfinanzierung gelang fast immer relativ schnell – beim ersten A380-Flugzeugfonds von Dr. Peters dauerte sie gar nur wenige Stunden.

Die Initiatoren der Flugzeugfonds haben meist eine Erstvermietung von 10 Jahren bei einer Fondslaufzeit von ca. 20 Jahren kalkuliert. Eine Ausnahme stellte der Fonds „Skyclass 58“ von KGAL dar. Der Fonds hat in fünf Airbus-Mittelstreckenflugzeuge vom Typ A319 investiert und diese nach nur etwa einem Jahr Haltedauer 2014 verkauft. Der Initiator meldete danach einen durchschnittlichen Verkaufspreis von 19,3 Millionen Dollar. Gegenüber dem Einkaufspreis lag der Verkaufspreis 6,6 Prozent höher pro Flugzeug. KGAL kalkulierte Gesamtauszahlungen an die Kapitalanleger in Höhe von 122 Prozent (vor Steuern) bezogen auf die Kapitaleinlage ohne Agio.

Darüber hinaus liegen bisher wenige Erfahrung über Verkaufserfolge bei Flugzeugfonds vor. Deshalb folgern die Autoren in der Fondszeitung:

„Fest steht allerdings bereits jetzt: auch wenn es in den meisten Fonds planmäßig gut läuft, die ‚Stunde der Wahrheit‘ steht den Anlegern noch bevor. Sie schlägt, wenn es um die Anschlussvermietung, die Anschlussfinanzierung und um den Verkauf eines Flugzeugs geht. Das war bis jetzt in keinem Fonds geplant der Fall. Mit besonderer Spannung werden die Folgeverträge im ersten A380-Fonds, den Dr. Peters 2008 aufgelegt hat, erwartet, denn bei diesem doppelstöckigen Großraumflugzeug gibt es bislang keinerlei Erfahrungen im Remarketing.“

Je weniger Fremdkapital der Fonds aufnehmen musste und je mehr dies in der Fondslaufzeit getilgt wird, umso höher sind die Chancen auf einen angemessenen Totalüberschuss. Das wurde insbesonde bei den jüngeren Fonds berücksichtigt, die in dieser Hinsicht mehr Sicherheit für die Anleger bieten.

Entscheidende Voraussetzung für den Erfolg der Fonds ist allerdings, dass die Leasingverträge eingehalten werden. Gerade bei renommierten Leasingnehmern wie Emirates, Singapore Airlines oder Air France klappt das problemlos.

Quelle: Fondszeitung 1/2016

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Biostrom boomt

Immer  mehr  Privatkunden  nutzen  Erneuerbare Energien. Deren Anteil an der Energieversorgung der privaten Haushalte ist weiter gestiegen und lag 2013 bei 12,9 Prozent nach 12,1 Prozent im Jahr 2010. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) mit forsa im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums. Damit stehen die Renewables hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Energieversorgung der deutschen Privathaushalte  an  vierter  Stelle. Den weitaus größten Anteil hatten Erdgas mit 34,3 Prozent und Heizöl mit 27 Prozent. Strom liegt mit 19,5 Prozent auf Platz drei.

Wie die RWI-Studie weiter zeigt, besaßen zu Beginn des Jahres 2014 rund elf Prozent  aller Haushalte einen Solarwärmekollektor. Gegenüber dem Jahr 2006 mit 5,9 Prozent bedeutet dies nahezu eine Verdoppelung. Auch die  Verbreitung der Photovoltaikanlagen hat zugenommen.

Die Auswertung der Daten ergab schließlich, dass der Anteil der Stromkosten am Nettoeinkommen von privaten Haushalten bei einkommensschwachen Haushalten
deutlich größer ist als bei wohlhabenderen. Diese relative Stromkostenbelastung nimmt – ebenso wie die Belastung durch andere Energieträger und andere Güter des Grundbedarfs  –  mit  zunehmenden Haushaltseinkommen immer stärker ab.

Quelle: ERFOLG – Neues aus der Wirtschaft, 09/10 – 2015

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Ölpreis belastet Erdölfonds und Investoren

Ölpreis belastet Erdölfonds und ihre Investoren finanziell, denn die Einnahmen decken oft kaum die Ausgaben. Wie können Fonds und Investoren ihre Chancen wahren?

Ölpreis weiter unter 70 Dollar/Barrel

Nach den Höchstwerten 2011 und 2012 begannen die durchschnittlichen Rohölpreise 2013 langsam zu sinken. Der Preisrückgang hätte noch unter „normale“ Preisschwankungen abgebucht werden können.

Ab dem zweiten Halbjahr 2014 kam es jedoch infolge des Fracking- und Schieferöl-Förderbooms in den USA und der gleichzeitigen Verringerung der Weltölnachfrage zu einer deutlichen Überversorgung des Ölweltmarktes.*

In ähnlichen Situationen entschieden die OPEC-Staaten in der Vergangenheit häufig gegenzusteuern. Doch im Jahr 2014 fanden sie nicht zu entsprechenden Entschlüssen. Die Rohölwerte gerieten massiv unter Preisdruck und sanken von 113 Dollar im Juli auf unter 60 Dollar/Barrel am Jahresende.

Im Durchschnitt ergab das immerhin noch ein Jahresmittel-Ölpreis für 2014 von 98,3 Dollar je Barrel.

Da die OPEC-Staaten auf ihrer November-Konferenz 2014 immer noch keinen Förderschnitt beschlossen, beschleunigte sich der Preisverfall am Rohölmarkt nochmals – der Ölpreis lag zum Jahresende 2014 unter 60 Dollar/Barrel.

Ölpreis in Dollar (WTI)
Ölpreis in Dollar (WTI) Chart – 1 Jahr – Quelle: finanzen.net

Im Januar 2015 erkannte die Internationale Energieagentur (IEA) zwar Anzeichen für eine Wende beim Ölpreis, doch kurzfristig wäre ein weiterer Preisverfall wahrscheinlicher (Handelsblatt).

Dass die Ölkonzerne bereits neue Projekte zurückstellten und Jobs strichen, wodurch das Angebot sinke, werde sich nur längerfristig auswirken. Demgegenüber sei außer in den USA keine erhöhte Nachfrage zu erwarten, da die wirtschaftliche Gesamtlage schlecht sei.

Die Experten sehen auch für den Ölpreis in den nächsten Monaten noch keinen deutlichen Ansteig – auch wenn der „Goldrausch“ der Fracking-Firmen zuende gehe:

„Mit dem Preiseinbruch von Erdgas in den USA ab 2009 und seit 2014 von Erdöl neigt sich der Schiefergasrausch vermutlich seinem Ende entgegen. Es bleibt eine interessante Frage, wie lange die Firmen den Preisverfall finanziell durchhalten und wann die Investoren sich anderen (sichereren) Investitionsmöglichkeiten zuwenden, nachdem diese Anlageform als höchst spekulativ erkannt wird.“ (EWG-Study, S. 56)

Insbesondere die Führung in Saudi-Arabien hofft, mit billigem Öl zusätzlich den Ölboom in den USA auszubremsen. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, weil Fracking nicht nur zunehmend mit Umweltzerstörungen verbunden ist, gegen die sich erster Widerstand auch in den Fracking-Boom-Regionen der USA entwickelt. Der Fracking-Boom hat auch zu einer finanziellen Entwertung der Öl- und Gasreserven geführt.

Für Kapitalanleger zeichnet sich bei dem niedrigen Ölpreis für ihre Engagements in Erdölfonds und Erdgasfonds eine Durststrecke ab, die sicher nur mit persönlichem finanziellen Einsatz (Verzicht auf geplante Ausschüttungen, freiwilligem Nachschuss oder Rückzahlung von Ausschüttungen, zusätzlichen Darlehen…) den Erhalt Ihres Sachvermögens sichern kann.

Wer diese (finanzielle) Kraft aufbringt, kann auch künftig noch am Rohstoff Nr. 1 viel Geld verdienen. Im World Energy Outlook 2014 geht die IEA noch davon aus, dass bis zum Jahr 2040 der Weltenergiebedarf um 37 % zunimmt und die Energieversorgung durch Kohle und Öl bis dahin wachsen, sich anschließend auf dem Verbrauchsniveau einpendeln werde.

Quellen:

*Einen ausführlicheren Überblick über die Entwicklung der unkonventionellen Öl- und Gasförderung in den USA sowie deren Ursachen finden Sie in der New Energy Watch Group Study: End of Fracking Business, S. 9ff

Zu den Hintergründen des Ölpreis-Krieges in deutsche-wirtschafts-nachrichten.de, 27.07.2015

handelsblatt.com, 16.01.15, manager-magazin.de, 14.01.2015

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Erdöl – das Ende des Fracking-Geschäfts

Die Förderung von Erdöl mit Fracking spekulativ und riskant. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren einer neuen Studie der Energy Watch Group (EWG). Sie untersuchten die Folgen von Fracking in den USA und sehen das Ende des Fracking-Booms auch dank besserer Alternativen.

Erdöl und Erdgas - Was ist Fracking?

Energy Watch Group: Franking ist spekulativ und riskant

Die Energy Watch Group hat eine Studie in Auftrag gegeben, um Folgen der Förderung von Erdöl und Erdgas mittels Fracking zu untersuchen und Alternativen aufzuzeigen:

„Die Erfahrungen aus den USA zeigen, dass der dortige kurzfristige Erfolg nur mit hohen Kollateralschäden erkauft wurde. New York hat im letzten Jahr ein Förderverbot erlassen … Auch Frankreich hat Fracking per Gesetz verboten, in einigen anderen EU-Staaten herrscht ein Moratorium. Warum sollte man in Deutschland diese Risiken eingehen, wo die energie- und klimapolitische Debatte ohnehin andere Massnahmen erfordert.“

Dies erklärte Dr. Werner Zittel,  Autor der Studie und Vorstand der Ludwig-Bölkow-Stiftung.

Finanzielle Entwertung der Erdöl- und Gasreserven

Die Fracking-Branche verursacht enorme Umweltzerstörungen, verbraucht große Grundwasser-Ressourcen und ist mit dem grossflächigen Abbau von Sand verbunden. Trotz des Booms der letzten Jahre wird die Verschuldung der Unternehmen aus der Fracking-Branche immer offensichtlicher.

Seit Herbst 2014 sind die Preise für Erdöl im freien Fall. Die  Öl- und Gasreserven werden finanziellen entwertet. Durch diese Entwicklung geraten viele Unternehmen der Branche in finanzielle Schwierigkeiten. Massenentlassungen sowie Insolvenzen nehmen zu.

Erdölfonds kaufen – künftig wieder mehr Chancen

Durch den Preisverfall geriet auch die konventionelle Erdölförderung in finanzielle Schwierigkeiten. Die Kosten wurden in vielen Fördergebieten immer weniger durch die Verkaufserlöse gedeckt.

Kapitalanleger, die sich in Zeiten hoher Erdöl- und Erdgaspreise an Erdölfonds oder Erdgasfonds beteiligten, mussten zusehen, wie auch ihre finanziellen Quellen versiegten. Der Preiskampf nahm dramatisch zu.

Die Investoren sind sich durch den Preisverfall schmerzhaft der Tatsache bewusst geworden, dass es sich um spekulative Investitionen handelt – mit großen Chancen bei einer langfristigen Investition, aber auch mit Risiken bei starken kurzfristigen Preisschwankungen.

Geschlossene Fonds in alternativen Energien können wieder attraktiver werden

Bei steigenden Energiepreisen und anhaltender Markteinführung alternativer, erneuerbarer Energietechniken werden diese zunehmend attraktiv für Investoren. Zudem ist deren Investitions- und Ertragssituation wesentlich stabiler kalkulierbar.

Wind- und Solarstrom, Strom und Wärme auch Biogas werden  wesentlich kostengünstiger.

„Es ist völlig unverständlich, dass immer noch zu Lasten von Umweltschutz und gegen den Willen der betroffenen Bevölkerung eine Regierungspolitik für das Fracking von Brüssel über London bis nach Berlin dominiert und damit gleichzeitig den Ausbau der erneuerbaren Energien immer weiter unter Druck setzt. Die Energiegewinnung aus Wind- und Solarkraft ist heute schon wesentlich kostengünstiger als die Stromerzeugung aus Fracking-Gaskraftwerken“,

Das sagt Hans-Josef Fell, Intitiator und Präsident der Energy Watch Group.

Quelle: ee-news.ch, 23.05.2015

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Haben Sie schon mal Frackflüssigkeit getrunken?

Frackflüssigkeit trinken – sowohl für Gegner als auch für Befürworter des Fracking eine wohl einmalige Aktion – die aber eine ernsthaftere und sachlichere Diskussion über das Für und Wider von Fracking fördern könnte.

Dr. Kassner trinkt in „Panorama“ Frackflüssigkeit

VDI-Fachkonferenz “Hydraulic Fracturing in Erdöl- und Erdgaslagerstätten”Dr. Harald Kassner ist Chemiker und Öffentlichkeitsarbeiter bei ExxonMobil. Für das in der ARD am 2. September 2014 ausgestrahlte Politmagazin „Panorama“ trank er ein Glas Frackflüssigkeit.

Nach verbreiteter Auffassung sollte er dies nicht überlebt haben – oder zumindest schwer erkrankt sein. Tatsächlich erfreut er sich jedoch bester Gesundheit. Das bestätigen die Teilnehmer der VDI-Fachkonferenz „Hydraulic Fracturing in Erdöl- und Erdgaslagerstätten.

Im ScienceScapticalBlog vom 15.12.2014 gibt es dazu einen ausführlicheren Beitrag, der sich kritisch mit dem Streit um Fracking auseinandersetzt – Prädikat: Auf jeden Fall lesenswert! Einfach hier klicken und lesen!

Quelle: science-skeptical.de, 15.12.2014

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IEA warnt vor Verknappung von Öl und Kohle

World Energy Outlook 2014 zur Entwicklung der Primärenergie bis 2040

„Der folgende Text ist eine zusammenfassende Übersetzung der Pressemeldung der Internationalen Energie Agentur, kurz IEA, vom 12. November 2014. Besonders eindrücklich sind die vagen Umschreibungen hinsichtlich der Förderung von Öl und Gas. Die IEA warnt vor einem Förderrückgang, ohne diesen auch wirklich auszusprechen. Statt von rückläufiger Förderung spricht die IEA von sinkender Nachfrage.

Erneuerbare legen weiter zu

Im Hauptszenario des WEO-2014 nimmt die Primärenergienachfrage bis 2040 um 37 % zu, was die globalen Energiesysteme weiter unter Druck setzen wird … Gleichzeitig würden die erneuerbaren Technologien rasch zulegen, aufgrund der Förderung, aber auch der sinkenden Preise. 2040 werde die Energieversorgung in vier fast gleichgrosse Sparten aufgeteilt sein: kohlenstoffarme Ressourcen, das sind Atomkraft und Erneuerbare, Erdöl, Erdgas und Kohle.

Fast 200 alte AKW abschalten

Gemäss dem WEO-2014 wird die Atomkraft bis 2040 um 60 % zulegen. Der Zubau werde aber ausschliesslich in China, Indien, Korea und Russland stattfinden. Trotzdem werde der Anteil der Atomkraft im weltweiten Strommix weit unter dem historischen Peak liegen. Die IEA weist aber darauf hin, dass die Atomkraft hohen Marktrisiken ausgesetzt sei. Zudem sei sie weltweit umstritten. Viele Länder müssten auch Entscheide bezüglich der fast 200 alten Atomreaktoren treffen, die bis 2040 abgeschaltet werden müssten…

50 % erneuerbarer Strom

Fast die Hälfte der Zunahme der Stromproduktion bis 2040 wird auf die erneuerbaren Energien zurückgehen und die Kohle als wichtigste Technologie ablösen. Windenergie wird von den erneuerbaren Technologien am stärksten wachsen, gefolgt von Wasserkraft und Solarenergie. Doch mit der Vervierfachung der Stromproduktion aus Wind und Sonne wird die Integration sowohl betreffend die Netze wie die Marktperspektiven eine grosse Herausforderung.

Erdölversorgung immer schwieriger

Die Erdölförderung wird bis 2040 auf 104 Mio. Barrel steigen. Die Ölförderung ist aber stark von den Investitionen im Mittleren Osten abhängig. Aufgrund der sich abflachenden Tight Oil-Förderung in den USA und den sinkenden Förderraten in den Nicht-OPEC-Staaten, wird der Mittlere Osten der Hauptlieferant bei steigendem Bedarf. Der Anstieg der Nachfrage wird aber 2040 abflachen: Längerfristig geht die Nachfrage in vielen Ländern wie den USA, der EU oder Japan, die heute zu den grössten Verbrauchern gehören, zurück. In anderen Ländern wie China, Russland und Brasilien stagniert die Nachfrage. China wird um 2030 die USA als grössten Verbraucher ablösen. In Indien, den Ländern südlich der Sahara, im Mittleren Osten und in Südost-Asien wird die Nachfrage aber weiter steigen…

Rückgang Schiefergasförderung in den USA

Die Gasnachfrage wird 2040 50 % höher sein als heute. Gas ist dann die einzige fossile Energie, die noch ein signifikantes Förderwachstum verzeichnen wird. Die USA bleiben der grösste Gasproduzent weltweit, auch wenn die Gasproduktion in den späten 2030er Jahren nicht mehr ansteigen wird, weil die Schiefergasproduktion zurückgehen wird. Ostafrika wird mit Katar, Australien und Nordamerika und anderen die Versorgung mit verflüssigtem Erdgas sicherstellen, das für die Erdgasversorgung immer wichtiger wird. Es besteht jedoch eine gewisse Unsicherheit, ob verflüssigtes Erdgas ausserhalb von Nordamerika zu einem Preis auf den Markt kommt, der für die Konsumenten attraktiv ist und gleichzeitig die hohen Investitionskosten deckt.

Kohle stagniert mittelfristig

Auch wenn die Kohlevorkommen sehr gross sind und die Versorgung relativ sicher ist, wird der Kohleverbrauch doch gebremst durch Massnahmen betreffend die Effizienzverbesserung, die Verringerung der lokalen Umweltverschmutzung und die Reduktion von CO2-Emissionen. Der Kohleverbrauch wird bis 2040 um 15 % zunehmen, doch das Wachstum wird in den 2020er Jahren fast stagnieren. Die regionalen Trends sind sehr unterschiedlich: In China wird die Nachfrage den Peak erreichen, in den USA wird die Nachfrage um einen Drittel zurückgehen und in Indien wird weiter ein Wachstum zu verzeichnen sein.

Die globale Energieversorgung sieht sich sieht sich weiterhin mit dem Problem der Energiearmut konfrontiert.. Südlich der Sahara (The regional focus of WEO-2014) haben zwei von drei Menschen keinen Zugang zu Strom, was die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung behindert. Gleichzeitig wird der Zugang zu fossilen Energien stark subventioniert (geschätzte $550 Mrd. in 2013). Doch einerseits profitieren oft nicht die Bevölkerungsschichten von diesen Geldern, für die sie bestimmt waren. Andererseits werden durch diese Verbilligung von fossilen Energien die Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien unwirtschaftlich.

Die Gefahr droht, dass die Energieversorgung nicht schnell genug umgebaut wird, um die durch die Energieversorgung entstehenden CO2-Emissionen zu senken (die bis 2050 um einen Fünftel ansteigen werden), so dass die Erderwärmung längerfristig auf 2°C begrenzt wird. Im Hauptszenario wird das gesamte CO2-Budget, das die Erderwärmung unter 2°C halten könnte, bis 2040 aufgebraucht sein.“

Quelle: ee-news, 28.11.2014

Prästentation des World Energy Outlook 2014 von IEA Executive Director Maria van der Hoevenund Chief Economist FatihBirol’s

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Rekordhoch beim Ökostrom

Ökostrom – Sachwertalternative zu Niedrigzinsen an den Geldmärkten. Ex-Chefvolkswirtes der EZB warnt: „IHR GELD WIRD ENTWERTET“.

Ökostrom – Sachwertalternative

Noch immer wiegen sich viele Kunden in Sicherheit, dass sie nicht direkt negativ von den Niedrigzinsen betroffen sind. Ob Lebensversicherungen, die in Geldwerte anlegen, oder Betriebsrenten, die ebenfalls überwiegend in Geldwerten investiert sind. Alle haben mit den Niedrigzinsen zu kämpfen und der leidtragende ist der Anleger.

Niedrige Zinsen: EZB bringt Betriebsrenten in Schieflage

Mit eine Rendite von rund 1 % bei Bundesanleihen und einer Laufzeit von 10  Jahren, ein neues Rekordtief – wer kann da eine Alterssicherung planen?

Der Ex-Chefvolkswirtes der Europäischen Zentralbank, Prof. Dr. Stark, warnt: „IHR GELD WIRD ENTWERTET“. Kluge Anleger beugen vor und ergänzen ihr Vermögen sinnvoll mit Sachwerten.

Rekordhoch beim Ökostrom

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien führte im 1. Halbjahr 2014 zu einem neuen Rekord: Ökostromanlagen haben im ersten Halbjahr so viel Energie produziert wie noch nie! Ein großer Erfolg nicht nur für die Umwelt und die vielen investierten privaten Anleger.

Diese Entwicklung ist auch ein wichtiger Baustein für die Unabhängigkeit der deutschen Energieversorgung von Energieimporten. Die aktuellen Krisenherde mitten in Europa und der Konflikt mit Russland zeigen, wie wichtig dieser Schritt der Unabhängigkeit für Deutschland ist.

Beste Bedingungen also in einen der letzten Bioenergie Rendite Fonds, gefördert nach dem alten EEG, zu investieren und sich 10 % Ausschüttung zu sichern. Das Kapital ist sinnvoll und sicherheitsorientiert mit reinem Gewissen anlegbar und wird zu einem Produzenten von umweltschonender Energie!

Unabhängig von Konjunkturzyklen handelt es sich um eine Investition in die Zukunft, mit erprobter Technik, tageszeit-, wind- und sonnenunabhängig. Eine politisch im höchsten Maße geförderte und ökologisch sinnvolle Sachwertinvestition mit sehr hohen Ertragsmöglichkeiten!

Der besondere Vorteil: Durch die hohe Förderung gemäß dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG), aufgrund dessen die Vergütungen gesetzlich für 20 Jahre ab Inbetriebnahme festgelegt sind, kann man von „staatlich gesicherten“ Einnahmen ausgehen. Immer mehr professionelle Investoren erkennen diese besonderen Vorteile.

Wenn auch Sie von 10% Ausschüttung im Jahr profitieren wollen, dann fordern Sie hier jetzt weitere Informationen an. Tragen Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein:

 

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Erneuerbare Energien als Rendite-Turbo

Die Zinsen für Tages- und Festgeld sind nach wie vor historisch niedrig. 1,4 Prozent im Tagesgeld  – demgegenüber erweisen sich Erneuerbare Energien mit dem siebenfachen Ertrag noch immer als Rendite-Turbo.

Erneuerbare Energie als Rendite-Turbo

Zieht man von den seit langem niedrigen Zinsen noch die Inflationsrate und die Steuerbelastung ab, dann wird täglich Vermögen vernichtet. Gleichzeitig ist das Geldvermögen in Deutschland im Jahr 2013 auf einen neuen Rekordstand von 5,2 Bilionen Euro gestiegen. Aus diesem Grund suchen die Anleger derzeit attraktive Anlagealternativen mit hohem Sicherheitspotential in Zukunftsmärkten wie zum Beispiel dem Milliardenmarkt Energie. Der Energieverbrauch weltweit ist 2013 um weitere 2,3 % gewachsen, im letzten Jahrzehnt wuchs der Energieverbrauch mit 28 % um mehr als ein Viertel.

Mit Erneuerbaren Energien kann der informierte Anleger noch 10 % Ausschüttung im Jahr erzielen. Hierbei gibt es einen besonderen Vorteil: Durch die hohe Förderung gemäß dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG), aufgrund dessen die Vergütungen  gesetzlich für 20 Jahre ab Inbetriebnahme  festgelegt sind, kann man von „staatlich gesicherten“ Einnahmen ausgehen. Immer mehr professionelle Investoren erkennen diese besonderen Vorteile und investieren in den Zukunftsmarkt Energie.

Eine Anlagealternative, mit der Anleger endlich der Niedrigzinsfalle entgehen können.

Eine umweltschonende Biogasanlage ermöglicht es Anlegern, ihr Kapital sinnvoll und sicherheitsorientiert mit reinem Gewissen anzulegen. In Verbindung mit
gesetzlich genau vorgegebenen Rahmenbedingungen durch das EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) ergeben sich für Investoren hervorragende Investitionsbedingungen mit hohen Ausschüttungen. 10 % im Jahr ab dem ersten vollen Betriebsjahr der Anlage sind realistisch und ein besonderer Vorteil von „Bestandsanlagen“. Denn für diese sind die „alten“ Vergütungssätze des EEG bereits gesichert.

Eine Beteiligung an einem solchen Ausnahmefonds ist ab einem Betrag von 10.000 Euro zzgl. 5 % Agio möglich.

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Erneuerbare-Energien-Gesetz nicht verfassungswidrig

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat der umstrittenen Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für nicht verfassungswidrig erklärt.

Erneuerbare-Energien-Gesetz nicht verfassungswidrig

Das EEG sei nicht verfassungswidrig, urteilten die Richter des BGH in Karlsruhe (Az VIII ZR 169/13).

Ein mittelständisches Textilunternehmens hatte gegen die Umlage geklagt und dies damit begründet, dass es sich bei der EEG-Umlage um eine verfassungswidrige Sonderabgabe handele.

Demgegenüber stellten die Richter klar: Charakteristisch für eine Sonderabgabe sei, dass die öffentliche Hand von ihr profitiere oder zumindest Einfluss auf die Gelder nehmen könne. Das wäre aber bei der EEG-Umlage nicht der Fall.

„Sämtliche Geldmittel, die durch das EEG 2012 geschaffen und gesteuert würden, bewegten sich ausschließlich zwischen juristischen Personen des Privatrechts“.

Quelle: FOCUS-MONEY online, 14.07.2014

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Sechs Prozent mehr Energieverbrauch aus Biomasse 2013

Aufgrund des kühlen und sonnenarmen Wetters stieg im Jahr 2013 der Energieverbrauch in Deutschland weiter an. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen berechnete, dass der Gesamtverbrauch um 2,5 Prozent auf 474,5 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (SKE) wuchs.

Energieverbrauch 2012

Die Importquote der deutschen Energieversorgung liegt damit bei 71 Prozent. Den stärksten prozentualen Zuwachs im Primärenergieverbrauch gab es mit 6,4 Prozent beim Erdgas, hauptsächlich für Raumwärme (rund plus zwölf Prozent).

Der Steinkohlenverbrauch nahm 2013 um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.

In der Energiebilanz sank dagegen der Beitrag der Kernenergie um 2,2 Prozent.

Auch der Verbrauch an Erneuerbaren Energie stieg um 4,7 Prozent oder knapp
55 Millionen Tonnen SKE. Damit vergrößerte sich auch der Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch.

Den stärksten Zuwachs verzeichnete dabei Photovoltaik mit einem Plus von 14 Prozent, gefolgt von Biomasse (6,0 Prozent) und Windkraft (5,4 Prozent).

Quelle: ERFOLG – Neues aus der Wirtschaft, 4/2014

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